Biografie

Biografie

Thomas Deecke, geb.1940 in Lübeck

Studium

Studium der Kunstgeschichte, klassischen Archäologie und Neueren Geschichte an den Universitäten Universität Freiburg i. Br. bei den Professoren Bauch, Gosebruch, Schuchhardt, Wiesner u.a.; der Ludwig Maximilian Universität München bei den Professoren Sedlmayr, Groß, Hubala und der Freien Universität Berlin bei den Professoren Hans Kaufmann, Thelen, von Simson, Nipperdey, Greifenhagen, Buddensieg u.a.

1966 erste Reise in die USA zur Vorbereitung der Dissertation. Recherchen u.a. bei Thomas und Wilhemine Corinth.

1973 Promotion an der Freien Universität Berlin über “Die Zeichnungen von Lovis Corinth”- Studien zur Stilentwicklung” bei Prof. Dr. Otto von Simson.

Während des Studiums zahlreiche wissenschaftlich archäologische / historische / kunsthistorische Reiseleitungen nach Griechenland, in die Türkei, nach Libyen, Algerien, Tunesien, Italien, Jugoslawien und Malta. Ferienvolontariate am Kupferstichkabinett der Hamburger Kunsthalle bei Prof. Wolf Stubbe. Mitarbeiter an der (leider nie erschienenen) Dokumentation der Künstlerschriften des 20. Jahrhunderts von Prof. Dr. Werner Haftmann (Nationalgalerie Berlin) an der Kunstbibliothek Berlin.

Familie

1966 Heirat mit Hilda Deecke, geborene Peill; 1969 Geburt des Sohnes Kaspar; 1973 Geburt der Tochter Sophia.

Berlin

1973 – 1978 Assistent des Direktors Prof. Karl Ruhrberg beim Berliner Künstlerprogramm des deutschen Akademischen Künstlerprogramms (BKP / DAAD) in Berlin. Betreuung der internationalen Künstlergäste der Sparten Bildende Kunst, Musik (M), Literatur (L) und Film (F); darunter u.a. Marcel Broodthaers, Daniel Buren, Rick Cluchey (L), Gunter Christman, Agnes Denes, Braco Dimitrijevic, Robert Filliou, Joel Fisher, Franz Gertsch, Dan Graham, Duane Hanson, Dick Higgins (L), Stephan von Huene, Jean Ipousteguy, On Kawara, Edward Kienholz, György Konrad (L), Laszlo Lakner, Mario Merz, Malcolm Morley, Eduardo Paolozzi, Michelangelo Pistoletto, Anne und Patrick Poirier, Mark Prent, Sergio Ramirez (L), Steve Reich (M), Antonio Scarmeta (L), Giuseppe Sinopoli (M), Istvan Szabo (F), Jerry Zeniuk … Vorbereitung und Durchführung von jährlich ca. 6 – 8 Ausstellungen der eingeladenen ausländischen bildenden Künstler an diversen Ausstellungsinstituten in Berlin u.a. Nationalgalerie, Haus am Lützowplatz, Haus am Waldsee, Staatliche Kunsthalle, Neuer Berliner Kunstverein, Hochschule der Künste (jetzt Universität der Künste), Akademie der Künste und Ausstellungsinstituten und Museen in der Bundesrepublik und im europäischen Ausland. Redaktion und Herausgeber der dazugehörigen Kataloge und Publikationen, der Festschrift zum 10 jährigen Bestehen des BKP/DAAD, von Künstlerbüchern. Editionen auf dem Gebiet der Literatur (zusammen mit dem Literarischen Coloquium Berlin) und der Musik und des Films.

Veranstaltungen von Jours Fixes, Konzerten Neuer Musik im SFB (heute RBB), dem RIAS (heute Deutschlandradio Kultur), der Akademie der Künste, des 1. Meta Musikfestivals in der Nationalgalerie u.a. Produktionshilfen bei der Herstellung von Kurzfilmen und Videobändern. Pressearbeit und Public Relation Arbeit.

1977 Organisation und Durchführung der dreiteiligen Ausstellung “Berlin Now in New York” im Auftrag des Senators für kulturelle Angelegenheiten im Goethe House N.Y. (Hannah Hoech), einem Loft in SOHO und der New School for Social Research; Teilnahme an einer Panel Discussion in der New School mit New Yorker (Barbara Rose, Peter Selz) und deutschen Kunstkritikern (Petra Kipphoff, Heinz Ohff).

1978 auf eigenen Wunsch aus dem BKP/DAAD ausgeschieden. Dreimonatige Studienreise durch die USA.

Münster

1978 – 1985 Geschäftsführer und künstlerischer Leiter des Westfälischen Kunstvereins in Münster. Jährlich bis zu sieben monografische und thematische Ausstellungen zeitgenössischer Kunst. Alle zwei Jahre Ausrichtung der Förderpreisausstellungen des WKV. Erweiterung des Programms durch Performances, Konzerte Neuer Musik, Video, Vortragsreihen und Künstlergespräche. Lehraufträge an der Pädagogischen Hochschule Münster und der Akademieabteilung Münster der Düsseldorfer Akademie (heute Kunstakademie Münster). Der WKV ist Besitzer einer bedeutende Sammlung alter Kunst vom frühen Mittelalter bis zum 20. Jahrhundert, die sich als Dauerleihgabe im Westfälischen Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte befinden. Daraus ergaben sich Erfahrungen mit wissenschaftlicher Museumsarbeit. Mitarbeit im Kulturausschuss der Stadt Münster.

Mitinitiator der Ausstellungsreihe “Kunstlandschaft Bundesrepublik Deutschland” der Arbeitsgemeinschaft deutscher Kunstvereins (AdKV).

1985 auf eigenen Wunsch aus dem Westfälischen Kunstverein ausgeschieden.

Berlin

1985 – 1987 freiberuflich tätig als Kunsthistoriker, Kunstaussteller, Kunstkritiker (das kunstwerk) u.a. für das Goethe-Institut München (einmonatige Vortragsreise durch sechs afrikanische Länder zum Zwecke der Verbesserung des bildkünstlerischen Angebotes der G.I. Institute in Afrika) und für den Senator für Kulturelle Angelegenheit in Berlin (Berlin, Kulturhauptstadt Europas).

Bremen

Peter Niemann, Geh ins Museum, n. kl.

1987 Erarbeitung eines Konzeptes für ein Sammlermuseum in Bremen im Auftrage des Senators für Bildung, Wissenschaft und Kunst Bremen; Gründungsdirektor des Neuen Museum Weserburg Bremen und 1991 – 2005 Direktor des Neuen Museum Weserburg Bremen.

2000 Ernennung zum Honorarprofessor an der Universität Bremen.

2000 Kurator der 8.Triennale Kleinplastik / Fellbach.

War Mitglied zahlreicher Auswahlkomitees und Jurys, u.a.: Kulturkreis im BDI, Preis der Böttcherstraße Bremen; Preis der Glockengasse Köln; Institut für Auslandsbeziehungen Stuttgart (zeitweise Vorsitzender der Auswahlausschusses für moderne Kunst), Barkenhoff-Stiftung-Worpswede; Stiftung Kunstfonds Bonn; Niedersächsische Sparkassenstiftung und Sprengel Preis Hannover; Roland-Preis für Kunst im öffentlichen Raum, Bremen.

… und Vereinigungen: Privatinitiative Kunst (PIK); Gründungsmitglied und zweiter Vorsitzender (bis 1983) der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Kunstvereine (AdKV); Internationale Kunstausstellerleitertagung (IKT); Deutscher Museumsbund; Niedersächsischer (und bremischer Museumsbund) und ICOM und CIMAM u.a.

2006 Pensionierung.

Berlin

Lebt in Berlin und Italien.

Freiberufliche Tätigkeit, Beratungen, Mitgliedschaften u.a.:

- ICOM

-  Gutachten zum Werk von Lovis Corinth

-  Berater der Stiftung Kunstfonds – Archiv für Künstlernachlässe (www.kunstfonds.de)

- 2008 Kurator der Triennial for Small-Scale Sculpture, Muska Sobota / Slowenien

- des Kuratoriums der Triennale für Kleinplastik, Fellbach

- des Kuratoriums des Zentrums für Internationale Lichtkunst, Unna

- des Kuratorium der Freunde des Ethnologischen Museums, Staatliche Museen Preußischer Kulturbesitz, Berlin

- des Archivrats der Akademie der Künste, Berlin